Kirche

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Unsere Kirche

Das Wunderwerk der Göltzschtalbrücke wird immer wieder viel bestaunt. Die Augen, die sich, von Bogen zu Bogen gehend, an diesem technischen Wunderwerk aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts erfreuen, finden bald auf der nördlichen Höhe einen hell leuchtenden Kirchturm. Er gehört zum Greizer Land, zur Kirche in Reinsdorf. Reinsdorf ist ein kleines Dorf, das um 1200 auf Rodungsland angelegt worden ist. Trotz seiner abseitigen Lage blieb es von den Nöten der vergangenen Zeiten nicht unberührt. Im Dreißigjährigen Krieg haben die Bewohner von Reinsdorf und der eingepfarrten Orte starke Verluste an Besitz und Leben durch Plünderungen und Pest erleiden müssen. Die Kirchenbücher geben davon vielfach Zeugnis.

Die alte Kirche von Reinsdorf überdauerte diese notvollen Zeiten. Sie hatte gewiss als Vorgängerin eine Kapelle. Im Jahr 1720 musste sie wegen Baufälligkeit abgebrochen werden. Noch im gleichen Jahr vollendete die Gemeinde den Neubau unter Verwendung einiger Mauern, »welche als feste und tüchtig befunden«. Das Gotteshaus erhielt den Namen »Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit«. Anlässlich der Einweihung erfolgte die Uraufführung einer Kantate, deren Text der Ortspfarrer Hieronimus Reibstein verfasst und der Greizer Organist Fasch vertont hatte. Johann Friedrich Fasch machte sich später in Zerbst als Komponist und Kapellmeister einen Namen; Johann Sebastian Bach achtete ihn als einen der bedeutenden Komponisten seiner Zeit.

Vier Jahre nach der Einweihung des Neubaus wurde der alte Kirchturm, der stehengeblieben war, durch einen recht hohen und schlanken Turm ersetzt. Auffallend ist die eigenwillige Kuppelform über dem zweiten Obergeschoß, die von der im Greizer Land vorherrschenden und gefälligen Schweifkuppel abweicht. Nach einem Brand im Jahr 1911, bei dem Gestühl, Emporen und Orgel verlorengingen, erhielt bei der Erneuerung der Inneneinrichtung das Langhaus zwei seitenschiffähnliche Anbauten. Der teilweisen Innenerneuerung von 1976 folgte zwei Jahre später der Außenputz der Kirche, bei dem die Gemeinde mit den Dörfern Kahmer, Schönfeld, Waltersdorf und dem Ortsteil Greiz—Irchwitz mit viel Fleiß und unter großen Opfern ein Zeichen der Liebe zu ihrem Gotteshaus setzte.

Im Innenraum gefällt der mit Schnitzereien reich gestaltete barocke Kanzelbau, der im Jahre 1720 von Carl Erdmann von Commerstädt auf Schönfeld gestiftet worden war. In bewegten Linien begrenzen durchbrochen geschnitzte Einfassungen die korinthischen Säulen beiderseits der Kanzel, die mit Blumenkelchgehängen und Füllungsverzierungen geschmückt ist. Unter dem aus der alten Kirche übernommenen Kunstgut erscheint Bildeine spätgotische Figur am Lesepult wertvoll, die den Märtyrer Laurentius darstellen soll. Beachtenswert ist auch das recht alte Taufbecken aus Sandstein, auf dessen Fries die Taufe in Symbolen gedeutet wird. Noch recht gut erhaltene Grabsteine der um die Kirche stets besorgten Familie von Commerstädt geben in der Schrift-, Ornament- und Figurengestaltung ein unübersehbares Zeugnis von der Kunst und dem Können alter Steinmetzarbeit.

Auch auf dem alten Friedhof, der die Kirche umgibt, sind noch Grabsteine aus früherer Zeit vorhanden; interessierte Betrachter finden immer wieder das Grabmal zweier Brüder, die im Jahr 1808 ermordet worden waren. Die nicht mehr benutzte Grabkapelle der Familie Tischendorf erinnert nicht nur an die alte Papiermühle von einst und die bedeutende Papierfabrik von heute unten im Göltzschtal, die im Jahre 1634 von Valentin Tischendorf gegründet und von seinen Nachfahren fast 200 Jahre betrieben wurde. Man denkt auch an den durch seine Entdeckung und Erforschung der Bibelhandschriften im Sinaikloster berühmt gewordenen Constantin von Tischendorf, dessen Vater in der Reinsdorfer Kirche getauft wurde.

Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts dehnte sich Greiz, begünstigt durch die zunehmende Industrialisierung, stark aus und verschmolz mit den zur Kirchgemeinde Reinsdorf gehörenden Orten Aubachtal und Irchwitz. Um den Reinsdorfer Pfarrer zu entlasten, pfarrte man Aubachtal aus und bezog es in die Stadtkirchengemeinde ein.

Für Irchwitz, dessen Bevölkerung sich innerhalb weniger Jahrzehnte verzehnfacht hatte, erwarb die Kirchgemeinde nach 1930 die Turnhalle des Arbeiterturnvereins und baute sie zu einem Gemeindehaus um. Für alle Gemeindeglieder des großen Kirchspiels aber ist der Mittelpunkt in Reinsdorf die Kirche, hoch oben auf dem Berge.

Quelle: Paul Heller, Helmut Warmuth – Kirchen im Greizer Land

Kirchbauverein

Bei den dringend notwendigen Renovierungsarbeiten an der Dreifaltigkeitskirche in Reinsdorf wird die Kirchengemeinde vom Kirchbauverein Reinsdorf e.V. unterstützt.

Er leistet einen wichtigen Beitrag, dass dieses Kleinod des Greizer Vogtlandes erhalten und restauriert wird.

Der Verein setzt sich dafür ein, dass die Kirche in ihrem alten Glanze erstrahlt. Dazu gehört die Neugestaltung in und um die Kirche, welche aus Spenden finanziert werden soll.

Um den Kirchturm

So sieht der Blick vom Kirchturm aus

Blick vom Kirchturm

Innendecke

Fenster

Orgel

Für die Erhaltung unserer Kirche sind in Zukunft noch folgende Arbeiten nötig

  • 1. Wegebau zur Kirche mit neuer Entwässerung
  • 2. Orgel im bespielbarem Zustand erhalten
  • 3. Türen Haupt- und Nebeneingang sanieren
  • 4. Treppenaufgang Renovieren
  • 5. Außenfassade

Dazu benötigen wir Ihre
Unterstützung

Bankname: KIGEM Reinsdorf

IBAN: DE92 8305 0000 0014 0651 77;

BIC: HELADEF1GER

Spendenquittung gibt es auf Anforderung selbstverständlich!

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